INSA-Umfrage: Mehrheit für Steuersenkung

Kategorie des Artikels Datum des Artikels 06.09.2016

Die Mehrheit der Deutschen unterstützt die Forderung der MIT nach Steuersenkungen. Nach einer repräsentativen Umfrage von INSA im Auftrag der MIT haben sich 86 Prozent dafür ausgesprochen, ein Drittel der erwarteten Steuermehreinnahmen für Steuersenkungen zu verwenden, so wie es die MIT vorschlägt. 48 Prozent sind nicht nur dafür, sondern das Thema ist für sie sogar wahlentscheidend. Allerdings stehen nur für 22 Prozent der Befragten CDU/CSU klar für Steuersenkungen, für 36 Prozent nur teilweise. Für gut 41 Prozent steht die Union gar nicht für Steuersenkungen. Die Union müsste sich also in dem Feld deutlicher positionieren, wenn sie Mehrheiten sucht.

 

INSA hat für die MIT die Einstellung auch zu anderen wirtschaftspolitischen Themen abgefragt und dabei nicht nur die Meinung der Bevölkerung abgefragt, sondern auch wie wahlentscheidend sie das jeweilige Thema finden und wie sie die Union bei dem Thema sehen.

Daraus ergeben sich u. a. folgende Erkenntnisse:

  1. In keinem der von der MIT vorgegebenen Themen (EU-Vertiefung, Betonung nationaler Interessen, Steuersenkungen, Energiepolitik, längeres Arbeiten im Alter) stehen CDU und CSU in den Augen der Befragten klar für die Position, die die Mehrheit vertritt.
  2. Beim Thema längeres Arbeiten/Flexi-Rente vertreten fast 70 Prozent die MIT-Position. Für mehr als die Hälfte dieser Befürworter ist das Thema auch wahlentscheidend. CDU/CSU werden dabei von 27 Prozent als Befürworter dieser Position gesehen, für 39 Prozent wenigstens teilweise. 34 Prozent sehen das Thema nicht von der Union vertreten.
  3. 64 Prozent der Befragten sind dafür, Erneuerbare Energien weiter zu fördern, selbst wenn dadurch der Strompreis für alle steigt. Nur 36 Prozent sind dagegen. Immerhin ist es nur für 25 Prozent der Befürworter zugleich wahlentscheidend und für 19 Prozent der Gegner. Und für nur 20 Prozent stehen CDU und CSU für das Thema Erneuerbare, für 40 Prozent teilweise und für 40 Prozent gar nicht.
  4. Beim Thema EU sind 55 Prozent der Meinung, dass man die EU nur durch mehr Rechte für EU-Institutionen stärken könne, 45 Prozent glauben nicht, dass nur eine solche Vertiefung der EU diese stark machen kann. Das Thema ist aber ohnehin nur für insgesamt 44 Prozent der Befragten wahlentscheidend. Interessanterweise sind bei denjenigen, für die das Thema wahlentscheidend ist, diejenigen in der Mehrheit (57 Prozent), die eine weitere Stärkung der EU-Institutionen ablehnen, Das heißt, selbst wenn man sich gegen die Mehrheit der Befragten positioniert, kann man bei den Wählern trotzdem profitieren.
  5. Klarer ist die Meinung bei der Frage, ob nationale Interessen wichtiger sind oder eine Vertiefung der EU: 71 Prozent sind für die nationalen Interessen. Immerhin für 37 Prozent ist das auch wahlentscheidend. Nur 29 Proeznt wollen mehr EU, und davon ist es für gerade mal die Hälfte wahlentscheidend (16 Prozent). CDU/CSU werden nur von 22 Prozent mit der Betonung nationaler Interessen verbunden, 36 Prozent teilweise. 41 Prozent gar nicht.

Die Details der Befragungsergebnisse (inkl. Aufschlüsselung auf Parteinähe, Geschlecht und Altersgruppen) finden Sie unter "Mehr zum Thema".