Volkswirtschaftlich bleibt Deutschland der kranke Mann Europas. Doch bei einigen Symptome zeigt sich Besserung. Der Wohnungsneubau hat angezogen. Die Unternehmen bekommen wieder mehr Aufträge und die Auftragsbücher sind bereits dicker als noch vor einem Jahr. Auch im Ausland ist Made in Germany gefragt, die Exporte liegen deutlich über Vorjahresniveau. Die Inflation nähert sich der EZB-Zielmarke, auch die Energiepreise sind zurückgegangen. Besonders erfreulich ist die Zunahme der Unternehmensgründungen: Im laufenden Jahr wurden bereits mehr Startups gegründet als im gesamten Jahr 2024....
Nach dem Hormuz-Schock konnte der freie Fall der deutschen Wirtschaft abgewendet werden. Im Mittelstand haben die Umsätze zuletzt sogar etwas zugelegt, die Auftragsbücher der Unternehmen bleiben vergleichsweise gut gefüllt und es werden wieder mehr neue Unternehmen in Deutschland gegründet. Der Absturz des Geschäftsklimas bei KMU ist erst einmal aufgehalten. Allerdings bleibt die Lage dramatisch. Der Irankrieg erschütterte die Wirtschaft gewaltig. Die erhöhten Spritpreise treiben Inflation und Produktionskosten, der Außenhandel ist deutlich beeinträchtigt. Das internationale Umfeld bringt...
Im Winter sah es noch so aus, als könnte der Wirtschaftsmotor allmählich in Gang kommen. Bis März legte das BIP kräftiger zu als zunächst erwartet. Im Mittelstand stieg der Umsatz zaghaft, die Auftragsbücher füllten sich etwas. Nicht zuletzt blieb die Arbeitslosigkeit stabil. Doch im Frühling sind viele Wachstumshoffnungen an der Straße von Hormus zerschellt. Die mit den Energiepreisen steigt die Inflation, Lieferketten kommen unter Druck, in der Industrie steigt die Materialknappheit sprunghaft. Die ohnehin hohen Löhne sind binnen Jahresfrist um 6,5 Prozent gestiegen. Spitzenwerte...
Die Blockade der Straße von Hormus hat der Erholung der deutschen Wirtschaft einen kräftigen Dämpfer verpasst, konnte sie aber nicht gänzlich abwürgen. Die Energiepreise pumpen die Inflation in die Höhe und nähren die Sorge vor höheren Zinsen. Schon heute sind die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen recht straff. Auch halten sich die Auftraggeber in der Industrie zurück und die Produktion kommt nicht in Fahrt. Die Insolvenzzahlen steigen weiter, immerhin mit gedrosselter Geschwindigkeit. Von den Exportmärkten sind in diesen Krisenzeiten keine Impulse zu erwarten, zumal die US-Zölle...
Nicht nur die Wirtschaftsleistung, auch Produktion und Aufträge haben zuletzt zugelegt. Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Inflation liegt sogar unter der EZB-Zielmarke. Die Exportwirtschaft war mit etwas Rückenwind ins neue Jahr gestartet, doch der Militärschlag gegen den Iran und der Schlingerkurs der US-Zollpolitik sorgen für neue Unsicherheiten. Manche negativen Standortfaktoren in Deutschland kommen hinzu. Die Energiekosten sind zu hoch, die Bürokratie ist erdrückend und der Sozialstaat fordert einen hohen Tribut. Der Lohndruck auf die Unternehmen steigt. Doch der deutsche Mittelstand...
Nach mehreren Jahren Siechtum konnte das BIP im letzten Jahr wieder leicht zulegen. Die Auftragsbücher füllen sich allmählich. Rechnungen werden wieder etwas pünktlicher bezahlt und der Außenhandel entwickelt sich angesichts der geopolitischen Schocks verhältnismäßig robust. Die Inflation bleibt moderat. Doch mittlerweile zeigen nicht nur die vielen Insolvenzen, sondern auch der Arbeitsmarkt, dass die Wirtschaft mit grundlegenden Problemen kämpft. Der jüngste Anstieg der Arbeitslosigkeit lässt sich zwar saisonal erklären. Doch der anhaltende Anstieg des Lohnniveaus oberhalb des...
Zu Jahresbeginn gibt es mehr Grund zum Optimismus als noch vor einem Jahr. 2025 konnte die Wirtschaftsleistung nach zwei Jahren Schrumpfung wieder zaghaft zulegen. Zuletzt hat die Produktion wieder leicht zugelegt und langsam füllen sich die Auftragsbücher. Die Arbeitslosenquote bleibt nach wie vor im Rahmen. Im Mittelstand trauen sich mehr Unternehmen vor und investieren wieder am Standort Deutschland. Dennoch bleibt die Lage schlecht – ganz besonders für KMU. Seit zehn Jahren gab es nicht mehr so viele Insolvenzen. Am stärksten betroffen sind kleine Unternehmen und die Industrie. Noch...
Im Herbst wurde der Aufschwung ausgebremst. Zwar haben die Unternehmen wieder mehr investiert, doch der schwierige Weltmarkt drosselte die Exportwirtschaft. So konnte das BIP im dritten Quartal nicht erneut wachsen. Die Auftragslage entwickelt sich gut, in der Industrie hat sich der Auftragsmangel entschärft. Die Liquidität steigt, Rechnungen werden wieder pünktlicher bezahlt. Insgesamt dürfte 2025 ein Wachstumsjahr werden. Dennoch bleiben die Sorgen im Mittelstand gewaltig. Der Lohndruck setzt den Unternehmen zu. Wie sollen die rasch steigenden Löhne bezahlt werden, wenn Preise und Absatz...